Reisetipp Hakone – Das erwartet dich
Hakone befindet sich im Fuji-Hakone-Izu Nationalpark, etwa 100 Kilometer westlich von Tokio. Dank der guten Verkehrsanbindung an Tokio ist Hakone ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge.
Entdecke den Hakone Schrein im Wald. Mach eine Abenteuerfahrt auf dem „Piratenschiff“, das dich quer über den Ashi-See schippert. Bei guter Sicht kann man hier den Fuji sehen. Mit einer Gondel geht’s auf einen 1.000 Meter hohen dampfenden Vulkan. Zu guter Letzt bringt dich eine Zahnradbahn und ein historisches Zug durch Wälder und Schluchten wieder zurück ins Tal.

Insidertipps
- Früh starten lohnt sich. Man benötigt wirklich einen ganzen Tag für diesen Ausflug. Viele Attraktionen und die Seilbahn haben nur bis 16:30 Uhr geöffnet.
- Hol dir den Hakone Free Pass und alles ist mit nur einem Ticket abgedeckt. Du kannst in der Region auch übernachten, der Pass ist bis zu 3 Tage gültig.
- Extra Tickets für die VIP Area auf dem „Piratenschiff“ kannst du dir sparen. Die Aussicht ist nicht wesentlich anders. Das normale Ticket ist im Pass enthalten.
Mehr Insidetipps findest du in den jeweiligen Abschnitten.
Kosten & Tickets
Das praktische bei diesem Tagesausflug: Du benötigst nur ein Ticket für den kompletten Trip, den Hakone Free Pass. Das Ticket kannst am einfachsten direkt online kaufen: https://www.odakyu.jp/english/passes/hakone/
Kosten für den Pass ca. 6.000 Yen. Der Pass ist zwei Tage gültig, falls du längere Zeit in Hakone und Umgebung verbringen möchtest.
Hinweis: Jeder braucht ein separates Ticket. Mehrere Tickets auf einem Smartphone gehen nicht!
Alternativ kannst du das Ticket auch auch im Odakyu Sightseeing Service Center, Shinjuku West kaufen.
Anfahrt – Los geht’s
Jetzt kann’s losgehen. Der Trip startet in der Shinjuku Station. Suche dort nach der U-Bahn Linie Odakyu Line. Durch die Bahnsteigsperre kommt du direkt mit deinem Hakone Free Pass. Steige dort in einen Limited Express Zug nach Odawara ein (Limited Express Züge sind schneller. Mehr Infos dazu findest du hier.) Die Fahrt nach Odawara dauert ca. 1,5 Stunden.
Achtung: Dein Ticket ist nicht für den Romancecar Zug gültig, der auch ein Gleis weiter direkt nach Hakone fährt. Möchtest du mit diesem Zug fahren, musst du ein extra Ticket hinzubuchen. Lohnt sich aber nicht. Ist weder schneller noch gemütlicher.
Umstieg in Odawara
In Odawara steigst du aus der Odakyu Line und folgst den Pfeilen auf dem Boden. Sind wirklich nicht zu übersehen. Nach wenigen Metern kommst du zum Gleis, an dem die Hakonetozan Line nach Hakone-Yumoto Station fährt. Nach ca. 15 min. erreichst du schließlich Hakone.
Ab zum Bus
Nachdem du den Bahnhof Hakone-Yumoto verlassen hast, findest du direkt am Ausgang einen kleinen Busbahnhof. Stell dich dort für den Bus (Haltestelle 2) zum Ashi-See an. Der Bus fährt ca. 30 Minuten bergauf zum See. Frag am besten einen Guide vor Ort nach dem kürzesten Weg zum See. Es gibt auch Busse, die eine längere Strecke fahren.
Sehenswürdigkeiten in Hakone im Detail
Hakone Schrein
Nach der Ankunft mit dem Bus in Motohakone am Ashi-See, kannst du den Gehweg am See bis zum Hakone Schrein gehen. Der Weg kreuzt die Straße und geht rechts in den Wald zum Schrein. Er ist nicht sonderlich steil, nur am Ende wartet eine etwas längere Treppe.
Der Shintō-Schrein wurde im Jahr 757 gegründet und ist bekannt für sein markantes Torii am Ufer des Sees.
Auf dem Rückweg kannst du die Treppe bis zum See nehmen und siehst dort den das berühmte Torii. Instagram vs Reality ist hier geboten. Bei Stoßzeiten kann man hier fast 2 Stunden für ein Foto in der Schlange verbringen.
Links am Torii vorbei schlängelt sich ein Weg durch einen kleinen Bambuswald zurück zum Seeweg. An der Bushaltestelle, an der du abgesetzt wurdest, legt auch das „Piratenschiff“ an, mit dem es weitergeht.


Über den Ashi-See
Der bis zu 45 Meter tiefe Kratersee ist durch den Ausbruch des Hakone-Vulkans entstanden. Mit etwas Glück bietet der See einen spektakulären Blick auf den Fuji.
Auf dem See verkehren mehrere Schiffe im regelmäßigen Takt. In deinem Hakone Pass ist das Sightseeing „Piratenschiff“ inklusive. Such dir ein nettes Plätzchen auf dem Schiff. Auf der rechten Seite siehst du kurz nach dem Ablegen den Tori vom Wasser aus.
Nach einer kurzweiligen Schifffahrt kommst du am anderen Ende des Sees direkt an der Gondel Talstation an.
Fahrt auf den Vulkan
Es lässt sich beim Betreten der Gondel erahnen, dass es auf einen Vulkan geht. Die Scheiben sind voller Aschestaub und alles riecht ein wenig nach Schwefel.
Die Gondel fährt gemütlich über Wälder auf den ca. 1.000 Meter hohen Ōwakudanim, ein Vulkankrater, der vor ca. 3.000 Jahren beim letzten Ausbruch des Vulkans entstanden ist. Noch heute steigt weißer, schwefelhaltiger Rauch aus dem Krater auf. Hier können auch die berühmten „Kuro-Tamago“ (Schwarze Eier) probiert werden. Man sagt, dass das Essen von nur einem einzigen Ei das Leben um sieben Jahre verlängert.
Von der Aussichtsplattform kannst du schon die Gondel sehen, die quer über die Schlucht fährt. Hier geht der Rundtrip weiter.

Über die Schlucht
In der Bergstation, an der du ausgestiegen bist, geht es auch weiter. Hier steigst du in die nächste Gondel. In der Gondel findest du Sauerstoff Flaschen. Falls es dir übel oder schwindlig wird, kannst du diese benutzen. Denn diese Strecke hat es geruchsmäßig in sich. Ihr schwebt direkt über den rauchenden Krater den Berg hinunter.
Unten angekommen steigst du direkt eine Zahnradbahn, die dich in den kleinen Ort Gora bringt. Hier kannst du dir ein wenig die Füße vertreten oder einen leckeren Kaffee trinken. Coffee Camp kann ich hier empfehlen. Ist ein nettes Café mit leckeren Kleinigkeiten.
Ab ins Tal
Frisch gestärkt kannst du jetzt den Weg zurück nach Hakone antreten. Am Bahnhof, an dem du angekommen bist, steigst du in die historische Bahn, die dich zurück nach Hakone bringt. Schnell sein lohnt sich, da du zu Stoßzeiten sonst nur einen Stehplatz bekommst.
Die gewundene Bahnstrecke entlang bewaldeter Hänge und schroffen Felswänden fällt durch ihre Besonderheit auf. Wegen des steilen Geländes ist es nicht immer möglich, den direkten Weg hinauf oder hinab zu fahren. Durch Zwischenstops an Kopfbahnhöfen ändert der Zug zwei Mal die Fahrtrichtung, um den Weg über Serpentinen zurückzulegen.
Beobachtet doch mal die japanischen Lokführer dabei, wie sie an eurem Fenster vorbeisprinten, um den Zug in ritualhafter Manier für die Weiterfahrt vorzubereiten.
Übrigens: Die Zugstrecke wird von den Einheimischen als regüläres Verkehrsmittel genutzt. In den Kopfbahnhöfen können sich entgegenkommende Züge abpassen.

Zurück nach Tokio
Du kommst wieder direkt in Hakone-Yumoto Station an. Danach geht’s die gleiche Strecke wieder zurück. Zuerst mit der Hakonetozan Line nach Odawara und anschließend mit einem Limited Express Zug der Odakyu Line nach Shinjuku.
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Wow 🤩 das Sind aber viele Informationen. Sind dieses Jahr im Juni in Japan. Ausflug ist auf die Liste gesetzt.