„Japan? Das ist doch unbezahlbar!“
Wie oft hast du diesen Satz schon gehört, wenn du Freunden von deinen Reiseplänen erzählt hast? Wahrscheinlich jedes Mal. Japan hält sich hartnäckig als das Land der 100 € Melonen und der sündhaft teuren Sushi Dinner. Und ja, wenn du willst, kannst du in Tokio an einem Abend ein Vermögen loswerden. Aber hier kommt die Wahrheit, die viele nicht auf dem Schirm haben: Japan ist längst nicht mehr die unbezahlbare Luxus-Falle, für die es viele halten.
Hier sind meine besten Tipps, wie du das Land der aufgehenden Sonne genießt, ohne dass dein Konto dabei Schnappatmung bekommt.
Flug buchen – aber günstig
Machen wir uns nichts vor: Der Flug ist fast immer der teuerste Brocken auf der Rechnung. Direktflüge (z. B. mit Lufthansa, ANA oder JAL) sind extrem komfortabel, knacken aber schnell die 1.000 € Marke. Aber hier liegt dein größtes Sparpotenzial für einen günstigen Japan Trip: Wenn du einen Zwischenstopp in Kauf nimmst, purzeln die Preise massiv.
- Die Dubai-Option: Viele Reisende schwören auf Flüge über den Nahen Osten (z. B. mit Emirates über Dubai oder Qatar Airways über Doha). Du hast zwar einen Stopp, aber der Service ist top und du findest oft Verbindungen deutlich unter 1.000 €.
- Der China-Preishammer: Wenn du wirklich den absoluten Tiefpreis suchst, schau nach Verbindungen über China (z. B. Air China, China Eastern). Hier gibt es regelmäßig Angebote für 600 bis 800 € – manchmal sogar noch günstiger.
Mein Tipp: Nutze Vergleichsportale und sei flexibel beim Datum. Ein Flug am Dienstag oder Mittwoch ist oft hunderte Euro billiger als am Wochenende.
Hotel Profi-Tipp
Wenn es ans Buchen geht, schauen die meisten Europäer automatisch bei Booking.com. Fehler! Für Asien – und speziell Japan – ist Agoda oft die bessere Wahl. Die Plattform hat häufig Deals und Kontingente, die du woanders nicht findest, und ist bei den Preisen oft aggressiver.
Aber Vorsicht beim Buchen:
- Der Größen Check: Lass dich nicht vom Preis blenden, sondern schau auf die Quadratmeterzahl! Standard-Einzelzimmer in Japan haben oft nur 11–13 qm, Doppelzimmer 16–18 qm. Das ist machbar, fühlt sich aber schnell an wie eine Gefängniszelle, in der du den Koffer nur auf dem Bett öffnen kannst. Mein Rat: Such gezielt nach Zimmern ab 18 qm. Das kostet oft nur minimal mehr, rettet aber deinen Seelenfrieden.
- Die Frühstücks Falle: Schau dir die Hotelbilder vom Frühstück genau an. Siehst du dort nur ein eingepacktes Sandwich und einen Kaffeebecher? Dann ist das keine bescheidene Auswahl, sondern oft alles, was es gibt. Spar dir den Aufpreis! Für das Geld holst du dir im Café nebenan oder im Konbini ein königliches Frühstück, statt im Hotel lustlos auf einem Toast rumzukauen.
Lifesaver Konbini
Vergiss bitte alles, was du über Tankstellen-Sandwiches in Europa weißt. In Japan ist der Konbini (wie 7-Eleven, Lawson, FamilyMart) eine heilige Institution. Wenn du hier sparst, heißt das nicht, dass du Müll isst – im Gegenteil. Was viele nicht wissen: Die Qualität ist so extrem hoch, weil das Essen oft nicht aus riesigen Industriemaschinen fällt. Viele der Bentos, Onigiri und Beilagen werden von kleinen, lokalen Unternehmen und regionalen Küchen frisch zubereitet und mehrmals täglich (!) in die Filialen geliefert. Nichts liegt hier tagelang herum.
Für unter 5 € bekommst du hier Mahlzeiten, die fast wie von Mutti schmecken. Perfekt für deinen günstigen Japan Trip:
- Frische Onigiri: Knuspriges Nori-Blatt, perfekt gewürzter Reis.
- Warmes an der Theke: Das Famichiki (frittiertes Hühnchen) oder die Oden-Eintöpfe werden direkt im Laden heiß gehalten und sind legendär.
- Regionale Spezialitäten: Je nachdem, wo du bist, findest du im Regal Produkte von lokalen Bauern oder Bäckereien aus der Nachbarschaft.
Mein Tipp: Schnapp dir ein Bento und setz dich in den nächsten Park – das ist oft idyllischer (und viel günstiger) als jedes Restaurant. Aber die Konbinis können noch mehr. Schau dir gern diesen Beitrag an Gepäckaufbewahrung im 7-Eleven in Japan
Ramen – Fast Food auf Sterneniveau
Wenn wir schon beim Essen sind: Du kannst Japan nicht verlassen, ohne die Ramen-Kultur erlebt zu haben. Egal ob in einer versteckten Gasse in Tokio oder am Bahnhof in Osaka – eine dampfende Schüssel Nudelsuppe kostet fast nie mehr als 800 bis 1.200 Yen (ca. 5–8 €). Das Beste daran? Es macht unglaublich satt und glücklich.

Der Bestell-Hack
Lass dich nicht abschrecken, wenn du am Eingang einen Automaten mit vielen japanischen Knöpfen siehst. Das ist das Standard-Bestellsystem! Und so geht’s:
- Drück den Knopf mit der Ramen deiner Wahl. Oft sind Bilder dabei, sonst nimm einfach den Knopf oben links – das ist meistens der Bestseller des Hauses
- Geld reinwerfen. Meistens funktionieren die Automaten nur mit Bargeld oder IC Card.
- Ticket rausnehmen und dem Koch geben.
- Schlürfen erlaubt und erwünscht! Aber etwas Übung braucht man schon, sonst verschluckt man sich oder saut alles voll.
Es ist die wohl ehrlichste, günstigste und leckerste Mahlzeit, die du in Japan bekommen kannst.
Tax Free Shopping
Sparen heißt nicht, dass du nichts kaufen darfst. Als Tourist kannst du in sehr vielen Geschäften steuerfrei einkaufen, sobald du über 5.000 Yen (ca. 30 €) kommst. Das gilt nicht nur für Technik, sondern oft auch für Kleidung oder Skincare.
Du zeigst einfach deinen Reisepass oder den QR Code auf deinem Handy, der du bei der Immigration bekommen hast, an der Kasse und der Betrag wird direkt abgezogen. Du sparst also sofort 10% Bargeld. Ein einfacher Trick, der dein Budget sofort entlastet.
Ab November 2026 können sich Touristen die Steuer erst am Flughafen wieder zurückholen. Das bedeutet, du zahlst den normalen Preis an der Kasse und erst bei der Abreise bekommst du die 10% auf deine ausgewählten Waren erstattet.
Also genieß diesen Luxus, solange er noch da ist – es ist die einfachste Art, Geld zu sparen!
Transport-Hacks
Früher war der Japan Rail Pass ein No-Brainer für jeden Touristen. Seit der Preiserhöhung vor ein paar Jahren lohnt er sich aber oft nur noch, wenn du wirklich sehr viel durchs ganze Land reisen willst. Denn mit knapp 300 € für 7 Tage (450 € für 14 Tage und knapp 600 € für 3 Wochen) kann er ein ganz schön großes Loch in deinen Geldbeutel sprengen.
Für einen günstigen Japan Trip solltest du deine Route vorher online durchrechnen. Oft ist es billiger, Einzeltickets für den Shinkansen zu kaufen oder für längere Strecken Inlandsflüge (such nach „Explorer Fares“ für Ausländer) zu nutzen. In den Metropolen wie Tokio gilt ohnehin: Lauf so viel du kannst oder nutze die günstigen U-Bahnen.

Aber keine Panik
Der Transport in Japan ist generell überraschend günstig und extrem effizient.
- ÖPNV: Wer die Preise in München, Berlin oder London gewohnt ist, wird in Tokio Freudentränen vergießen. Eine U-Bahn-Fahrt quer durch die riesige Metropole kostet oft nur umgerechnet 2 €. Die Züge sind sauber, im Sommer klimatisiert und auf die Sekunde pünktlich.
- IC-Card auf dem Handy: Hol dir eine Suica oder Pasmo Karte direkt in dein Apple Wallet (oder als physische Karte). Damit checkst du einfach per Tap an den Schranken ein und aus. Das System berechnet automatisch den günstigsten Tarif. Kein Zonen-Wirrwarr, kein Stress. Mehr zu IC Cards findest du hier: Suica, PASMO und ICOCA – Prepaidkarten in Japan
- Nachtbus: Willst du von Tokio nach Kyoto? Der Shinkansen kostet ca. 90 €. Ein komfortabler Nachtbus (z.B. Willer Express) kostet oft nur 30–40 €. Der Clou: Du sparst dir damit auch noch eine Hotelübernachtung! Die Sitze sind oft viel bequemer als in europäischen Bussen, teilweise sogar mit Sichtschutz Haube für Privatsphäre.
Achtung Kostenfallen!
Obst als Luxusgut
In Japan ist Obst oft ein Geschenk und kein Snack. Eine einzelne Melone für 50 € oder Erdbeeren für 20 € sind keine Seltenheit in Kaufhäusern. Wenn du Vitamine brauchst, kauf Bananen im Konbini oder geh in normale Supermärkte und nicht die im Untergeschoss teurer Kaufhäuser!
Taxis in Tokio
Die Fahrer sind höflich und die Türen gehen automatisch auf – cool, oder? Aber der Taxameter läuft schneller als dein Herzschlag. Für Strecken, die du in 20 Minuten mit der Bahn für 2 € fährst, zahlst du im Taxi schnell 30–40 €. Mehr Infos zu Taxifahren in Tokio findest du hier: Taxifahren in Tokio
Izakaya Anwerber
In Ausgevierteln wie Shinjuku oder Roppongi sprechen dich oft Typen auf der Straße an und versprechen „billiges Trinken“. Lauf weiter! Das ist die klassische Touristenfalle. Am Ende zahlst du absurde „Sitzgebühren“ (Otoshi) und Service-Pauschalen. Geh lieber in Lokale, wo schon Einheimische sitzen, oder such dir was auf Google Maps.
Währungsumrechnung
Heb dein Geld am besten immer bei 7-Eleven ATMs (7-Bank) ab, die sind zuverlässig. Aber die wichtigste Regel: Wenn der Automat fragt „In Euro oder Yen abrechnen?“, wähle IMMER YEN! Wenn du „Euro“ wählst, bestimmt die Bank den Wechselkurs, und der ist oft miserabel. Deine Hausbank rechnet zu Hause viel fairer ab.
Daten-Roaming
Schalte dein deutsches Internet aus, sobald du im Flieger sitzt! Japan ist keine EU-Zone. Ein paar Megabyte Google Maps können dich hunderte Euro kosten. Hol dir vorher eine eSim für wenig Geld. Mehr dazu findest du hier: Internet in Japan – SIM-Karte oder eSIM?
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