Tokio – die Stadt, in der die U-Bahn nach 0 Uhr schläft. Nach Mitternacht hast du genau eine einzige Möglichkeit nach Hause zu kommen: Taxifahren in Tokio. Die U-Bahn fährt nicht mehr, Nachtbusse sind Mangelware, und auf ein Uber kannst du lange warten. Also, worauf wartest du? Spring rein, aber vorher gibt’s hier ein paar Überlebenstipps!

Taxifahren in Tokio – Luxus oder Notwendigkeit?

Taxifahren in Tokio kann teuer sein, aber es gibt Momente, in denen du einfach keine Wahl hast.

Nach 0 Uhr? Taxi.
Koffer groß wie ein Kühlschrank? Taxi.
Regen aus allen Richtungen? Taxi.

Aber keine Sorge, die Autos sind blitzsauber, die Fahrer ultra-professionell (oft im Anzug und mit weißen Handschuhen) und die Türen öffnen sich von selbst – James Bond-Vibes inklusive. In den meisten Taxis gibt es zudem Navigationssysteme, sodass du dein Ziel einfach auf dem Handy zeigen kannst, falls der Fahrer kein Englisch spricht. Dennoch lohnt es sich, die Adresse in japanischer Schrift bereitzuhalten.

GO App – So buchst du dein Taxi smart

Vergiss Winken am Straßenrand! Mit der GO App, der beliebtesten Taxi-App in Japan, buchst du dein Taxi bequem per Smartphone. Einfach Standort eingeben, Ziel wählen, Preis ungefähr abschätzen und entspannt warten. Bonus: Du kannst per App zahlen und musst dich nicht mit Kleingeld rumschlagen – praktisch, wenn dein Japanisch nur aus „Arigatō“ und „Sayonara“ besteht. Zudem zeigt dir die App eine Karte mit deiner Route an, sodass du immer weißt, wo du gerade bist. Die Wartezeiten sind in der Regel kurz, vor allem in belebten Gegenden, aber zu Stoßzeiten oder bei schlechtem Wetter kann es vorkommen, dass du ein wenig Geduld haben musst.

Apple App Store

Weitere Möglichkeiten, ein Taxi zu bekommen

Falls du old-school unterwegs bist, kannst du dir am Straßenrand eins heran winken – aber Achtung: Ein leeres Taxi erkennst du am roten Licht vorne! Ein grünes Licht bedeutet, dass es bereits besetzt ist. Hotels und größere Restaurants rufen dir ebenfalls gerne eines.

Was ist mit Uber?

Und dann gibt’s noch Apps wie Uber oder DiDi – allerdings sind die Preise dort oft höher als bei der klassischen Taxi-Option. Warum? Weil Uber in Tokio nicht das klassische Ride-Sharing-Modell nutzt, sondern mit lokalen Taxiunternehmen zusammenarbeitet. Das bedeutet, dass du zwar über die Uber-App buchen kannst, aber die Preise und Servicequalität sich nicht unbedingt von einem normalen Taxi unterscheiden.

Die Preise: Was kostet eine Taxifahrt in Tokio?

Taxifahren in Tokio ist nicht günstig, aber auch nicht völlig unbezahlbar. Die Grundgebühr liegt bei etwa 500-700 Yen, danach kostet jeder gefahrene Kilometer zusätzlich. Besonders teuer wird es, wenn du längere Strecken zurücklegen musst oder nachts unterwegs bist, denn zwischen 22:00 und 5:00 Uhr gibt es einen Nachtzuschlag von etwa 20%. Für eine Fahrt vom Stadtzentrum zu weiter entfernten Bezirken wie Odaiba oder Yokohama solltest du mit mindestens 5.000 Yen rechnen. Wer sparen möchte, kann versuchen, sich die Kosten mit Mitreisenden zu teilen.

Alternativen zum Taxi – gibt es welche?

Falls du es vor Mitternacht noch schaffst, kannst du natürlich auf die Metro oder den Bus zurückgreifen – aber danach sieht es düster aus. Nachtbusse gibt es in Tokio kaum, und selbst wenn, sind sie nicht zuverlässig oder flächendeckend. Ride-Sharing-Optionen, wie man sie aus anderen Ländern kennt, sind in Japan streng reguliert, weshalb Uber und Co. nicht wirklich eine günstige Alternative darstellen. Wer also spät unterwegs ist, kommt am Taxi nicht vorbei.

Insidertipps

  • Türen nicht selbst öffnen – das macht das Taxi für dich. Ganz von allein.
  • Bargeld ist nicht zwingend nötig, aber Kreditkarten funktionieren nicht in jedem Taxi. Mit der GO App bist du auf der sicheren Seite.
  • Adresse auf Japanisch bereithalten – nicht jeder Fahrer spricht Englisch. Alternativ hilft Google Maps auf dem Handy.
  • Kein Trinkgeld geben – in Japan ist das nicht üblich und könnte den Fahrer eher verwirren als freuen. Siehe auch Bezahlen in Japan